Private Haftpflicht-

versicherung

 

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Alles wichtige zur privaten Haftpflichtversicherung

 

In diesem 1 X 1 der privaten Haftpflichtversicherung erfährst Du was eine private Haftpflichtversicherung ist, wofür sie zahlt, wie die gesetzliche Haftpflicht aussieht, welche besonderen Haftpflichtversicherungen es gibt und natürlich, worauf Du bei Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung achten solltest. Viel Spaß mit dem Artikel!

 

Was ist eine Haftpflichtversicherung?

 

Eine private Haftpflichtversicherung schützt Dich vor finanziellen Risiken, wenn Du jemandem einen Schaden zufügst. Dies ist unterteilt in sogenannte Personen, Sach- und Vermögensschäden.

Der übliche Schaden in der Haftpflichtversicherung ist der sogenannte Sachschaden. Ihr kennt es: Man lässt das Handy von einem Freund herunterfallen und der Display ist kaputt oder verschüttet ein Glas Rotwein auf die neue Jacke vom Freund. Natürlich greift auch hier die Haftpflicht, jedoch ist es meiner Meinung nach bedeutend wichtiger, dass die private Haftpflichtversicherung Dich vor Personen und Vermögensschäden absichert, da diese sehr teuer werden können und Dich mit Deinem jetzigen und zukünftigen Vermögen haftbar machen. Deshalb steht die private Haftpflichtversicherung auch unter „Einkommenssicherung“.

 

Personenschaden

Dies ist ein schadenstiftendes Ereignis, welches Verletzung, Vergiftung oder Tod von Personen zur Folge hat.

 

Sachschaden

Dies ist ein schadensstiftendes Ereignis, welches beispielsweise per Unfall oder Betriebsschaden verursacht wurde und die Beschädigung von Sachen wie Gebäuden, Straßen, Kraftfahrzeugen, Gegenständen oder sonstigen Dingen unbelebter Natur zur Folge hat.

 

Vermögensschaden

Dies sind Schäden an einem vermögenswertem Rechtsgut, also ein herbeigeführter geldwerter Nachteil für eine natürliche oder juristische Person.

Voraussetzung: Der Schaden darf nicht vorsätzlich entstanden sein, dies ist ausgeschlossen.

Ist der Schaden an Familienmitgliedern aus dem selben Vertrag entstanden oder an Personen mit denen Du in einem Haushalt lebst, leistet die private Haftpflichtversicherung ebenfalls nicht.

Ist der Schaden unabsichtlich, einfach fahrlässig oder grob fahrlässig verursacht, leistet Deine private Haftpflichtversicherung.

Die private Haftpflichtversicherung prüft im Schadensfall, ob die Anschuldigungen berechtigt sind und leistet Dir sogar passiven Rechtsschutz (also wehrt unberechtigte Ansprüche ab) und reguliert im dritten Schritt den Schaden.

 

Wie sieht die gesetzliche Haftpflichtversicherung aus?

 

Die gesetzliche Haftpflicht ist im BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) niedergeschrieben und beschreibt die gesetzliche Haftpflicht ziemlich gut.

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus resultierenden Schadens verpflichtet.“

 

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?

  • Du bist deliktfähig
  • Es besteht ein ursächlicher Zusammenhang
  • Ein Rechtsgut wird verletzt (z.B. Körper, Gesundheit)
  • Eine Widerrechtlichkeit liegt vor (z.B. Notwehr)
  • Ein Verschulden liegt vor

Handelst Du vorsätzlich, bist Du natürlich auch haftbar. Dies ist jedoch nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgesichert.

 

Welche besonderen Haftpflichtversicherungen gibt es?

 

Es gibt besondere Risiken, die die private Haftpflichtversicherung nicht übernimmt, da es hierfür gesonderte Absicherungen gibt. Im Folgenden benenne ich diese:

 

  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Tierhalter-Haftpflichtversicherung
  • Drohnen-Haftpflichtversicherung
  • Haus und Grundbesitzerhaftpflicht
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Gewässerschäden-Haftpflichtversicherung
  • Haftpflicht für die gewerbliche Tätigkeit

 

Worauf achten bei Abschluss?

 

Bei der Auswahl deiner Haftpflichtversicherung solltest Du darauf achten, dass Du einen guten Versicherer mit einem guten Bedingungswerk auswählst. Welche Punkte im Bedingungswerk enthalten sein sollten, haben wir Dir im Folgenden aufgeführt:

 

Schlüsselverlust (beruflich und privat)

Den Schlüssel zu verlieren ist immer ärgerlich. Egal ob von der Mietwohnung oder von der Arbeit – erst recht, wenn es sich um Generalschlüssel handelt. Hier kann ein Austausch der Schließanlage mal mehrere Tausend Euro kosten. Achte darauf, dass dies in der privaten Haftpflichtversicherung mit ordentlichen Versicherungssummen enthalten ist. Achte hierbei auch auf die Selbstbeteiligung. Viele Versicherer bieten den Schlüsselverlust gerne mit einer hohen Selbstbeteiligung an.

 

Forderungsausfalldeckung

Fügt Dir eine Person einen Schaden zu, der keine private Haftpflichtversicherung hat und der mit seinem Privatvermögen den Schaden nicht bezahlen kann, gehst Du im schlimmsten Fall leer aus. Durch die Forderungsausfalldeckung ersetzt Deine eigene Versicherung Dir den entstandenen Schaden. Aber Achtung: Die Forderungsausfalldeckung greift oft erst ab bestimmten Beträgen.

 

Deliktunfähige Kinder

Das richtige Stichwort ist hier die Aufsichtspflicht. Grundsätzlich ist es so, dass Kinder bis zur Beendigung des siebten Lebensjahres deliktunfähig sind – im Straßenverkehr bis zu Beendigung des zehnten Lebensjahres. Verletzt Du die Aufsichtspflicht, stehst Du in der Haftung. Verletzt Du die Aufsichtspflicht NICHT, ist weder Dein Kind noch Du als Elternteil dafür haftbar zu machen.

Grundsätzlich klingt das erstmal gut, aber in meinen Augen nicht wirklich moralisch vertretbar, gerade wenn es sich um Freunde, Bekannte oder die Nachbarn handelt.

Achte also darauf, dass dieser Baustein mit in Deiner Haftpflichtversicherung enthalten ist, damit die nächste Grillparty nicht zum Dilemma wird.

 

Mietsachschäden

Kurz gesagt: Beschädigst du in Hotels, Ferienwohnungen oder deiner Mietwohnung das Inventar z.B. an Türen, Wänden oder im Bad, musst Du für den Schaden aufkommen. Sind Mietsachschäden abgesichert, brauchst Du Dir diesbezüglich keine Sorgen mehr zu machen. Der über Monate oder Jahre verteilte Verschleiß von z.B. Böden zählt NICHT dazu.

 

Gefälligkeitsschäden

Bei einer Gefälligkeit hilft eine Person der anderen freiwillig und unentgeltlich aus. Ein klassisches Beispiel ist das Helfen eines Freundes beim Umzug. Schnell kommt es bei solchen Leistungen zu einem Schaden. Viele Versicherer schließen solche Gefälligkeitsschäden aus.

 

Geliehene Sachen

Leihst Du Dir etwas aus, wie z.B. die Playstation einer Freundin oder die Bohrmaschine vom Nachbarn und zerstörst diese, schließen viele Versicherer solche Schäden aus. Achte also darauf, dass der Baustein geliehene Sachen mitversichert ist.

  

Best-Leistungs-Garantie

Die Best-Leistungs-Garantie ist kein Muss, aber echt „Nice To Have“. Das bedeutet, dass die Versicherung mit einer solchen Klausel immer genau so leistet, wie es deutschlandweit der Tarif mit der besten Leistung eines z.B. anderen Versicherers in diesem Bereich tun würde.

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